Review im KLASMA ZINE
EXTIRPATION - This Cadaver Earth (2008) 11 min.
Intern hat sich seit dem Debüt-Demo letzten Jahres so einiges bei EXTIRPATION getan: Gitarrist Christoph hat sich verabschiedet und wurde durch Jojo ersetzt, und mit Christian wurde im Sommer ein zweiter Sänger integriert. Der hat den aktuellen Vier-Tracker aber noch nicht mit eingeschmettert. Von daher bleibt mal abzuwarten, wie sich die Essener Kapelle weiterentwickelt. Aber auch so kann man der Truppe keinen Stillstand vorwerfen. Soundtechnisch hat sich schon viel getan, da läßt man die Songs erheblich massiver auf den Zuhörer eindreschen. Das Songwriting ist auch ideen- und abwechslungsreicher, was bei der knappgehaltenen Spielzeit nicht einfach ist. Denn wie schon beim Vorgänger machen EXTIRPATION auch mit "This cadaver earth" kein großes Federlesen. Nicht einer der Songs schleicht sich über die Drei-Minuten-Marke. Haudrauf-Death-Metal in fast schon reiner Form wird hier geboten - keine Firlefanz, keine unnötigen Spielereien. Dafür variable Rhythmen, Blasts und Groove mit hoher Wechselfrequenz, brutal gezupfte Riffs, kurze solistische Ausritte und unmenschlich derbe Vocals. EXTIRPATION haben sich auf jeden Fall Gedanken gemacht. Die vier Tracks wirken nicht mehr so starr, stellenweise gar etwas grindig. Das Technische der Gitarren kommt gut rüber und die Drums sind wie direkte Magentreffer. Besonders die beiden letzten Stücke "Cannibalized" und "Emergency crucifixion set" haben's mir angetan. Auch wenn man sich auf der Homepage alle Songs runterladen kann, sollten Todesblei-Fans die geforderten fünf Euronen für die gepreßte Original-Scheibe nicht am Arsch gebacken sein. Support the underground! Für's nächste Jahr ist übrigens das erste Album geplant.
Review im KLASMA ZINE
EXTIRPATION - CD-Demo (2007) 11 min.
Wie sagt man immer so schön: Ausbaufähig. Geschlagene elf Minuten und elf Sekunden zeigt mein Player für diese erste Demo der Essener Band. Zu hören gibt es vier Songs plus Sample-Intro aus „Rambo 3”. Und genau so, wie sich der olle Sly durch seine Filme prügelt, so gewalttätig knüppeln sich EXTIRPATION durch ihre Tracks. Ihr amerikanischer Schlagtot-Metal basiert auf einigen Blastbeat-Abschnitten, fast schon thrashigen Solo-Ausflügen und viel Groove. Abwechslung wird also durchaus geboten. Etwas Außerordentliches haben EXTIRPATION zwar (noch) nicht zu bieten. Aber es kann ja durchaus noch werden. Der Fünfer, bestehend aus den Gitarristen Christoph Göbel und Matthias Michalczak, Bassist Peda, Drummer Markus Borchers und Frontgrowler Daniel Heyn, existiert ja erst seit Mai letzten Jahres. Da ist noch alles drin. Technisch geht der Kram auch in Ordnung. Frischlinge sind hier nicht am Werk, da die Herren bereits in anderen Underground-Kapellen zugange waren (Assumption Of Might zum Beispiel). Der Sound ist Proberaum, aber trotzdem noch ordentlich. Bis auf das Intro kann man sich auf der EXTIRPATION-Homepage alle Songs (Collateral damage, World of grey, Lubianka, Extirpation) herunterladen. Oder man bestellt das Demo (für lau, wie man versichert) ebenda. Kein Muß, aber auch kein Fehler.
Review im Legacy Nr. 50 (Aug./Sep. 2007)
EXTIRPATION – „Extirpation“
EXTIRPATION ist eine Essener Formation, die im Mai 2006 innerhalb weniger Wochen
zusammengestellt wurde und uns jetzt ihr erstes, selbstbetiteltes Demo vorsetzt. Darauf gibt
es in nicht mehr als elf Minuten nicht mehr als vier Songs nebst Intro, die nicht mehr als
ziemlich schnell herunter gedroschenen Death Metal amerikanischer Prägung mit dem einen
oder anderen groovigen Part oder kleinen Solo-Ausflug bieten. Ob nun durch die typische
Proberaumproduktion hervorgerufen oder schon in der Musik verankert: „Extirpation“ gibt
sich ziemlich angegrindet, wirklich hängen bleiben will aber nichts so richtig.
(PM)
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